Aufsichtspflicht bei Sprachcamps etc
Für berufstätige Eltern sind Sprachcamps eine Alternative ihre Zöglinge in den Ferien versorgt zu wissen und gleichzeitig etwas für deren Sprachkenntnisse zu tun.
Insgesamt kommt ein Schulkind auf gut 3 Monate Ferien im Jahr, was berufstätige Eltern vor ganz schöne Probleme stellt. Die Oma steht nicht immer zur Verfügung und die Eltern haben bei einem humanen Arbeitgeber knapp 6 Wochen Urlaub im Jahr, sofern sie nicht im Schuldienst sind. Da kommen die vielen Angebote an Sportkursen, Ferienzeltlagern, Sprachcamps und Schülersprachreisen gelegen. Besonders die einfacheren Programme, Zeltlager, Sprachcamps etc, sind preislich durchaus erschwinglich und so eine interessante Option für Eltern mit Problemen in den Schulferien. Rein rechtlich übertragen Eltern in dieser Zeit ihre Sorgepflicht für die Dauer des Aufenthalts an den Gruppenleiter; dies geschieht stillschweigend beispielsweise durch die Anmeldung. Gerade bei diesen Angeboten und besonders bei jüngeren Kindern spielen die Betreuer oder Neudeutsch Teamer eine zentrale Rolle. Wie alt sind sie, welche Qualifikationen und welchen Handlungsspielraum haben sie? Letztes Jahr musste eine Gruppe bei der Heimfahrt von einem Sprachcamp in England fast 10 Stunden auf einer Autobahnraststätte auf den Anschlussbus warten, der Verspätung hatte. Der Betreuer war bei praller Sonne nicht einmal in der Lage Getränke zu beschaffen. Da sie ja nur noch wenige Stunden von zu Hause entfernt waren, hatten die meisten Kinder ihr Taschengeld schon aufgebraucht. Wie sieht es mit der Betreuung für das Nachmittagsprogramm aus? Ist sie altersgerecht? So ein 7-tägiges Sprachcamp in England gibt es schon für knapp € 500 und da ist alles inklusive. Da sollte nicht an der falschen Stelle gespart werden. Gerade bei jüngeren Kindern empfiehlt es sich den Veranstalter genauer anzusehen und nicht nur der Werbung und den sozialen Netzwerken zu vertrauen.
Geschrieben von Alexandru Sandbrand am 15.07.11 16:03 in Rubrik: Schülersprachkurse | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

