Faire Preise bei Sprachreisen
Wann ist ein Preis fair? Normalerweise soll dem Produzenten der Ware oder dem Erbringer der Dienstleistung ein würdiges Einkommen garantiert werden. Bei den Sprachreisen sieht das ein wenig anders aus.
Bei Sprachreisen sind die Sprachschulen vor Ort für die Durchführung des Produkts zuständig, auch wenn es gerne von Seiten der Agenturen anders dargestellt wird. Bis zu 50% Provision nehmen Agenturen von Schulen für die Vermittlung von Sprachschülern. Diese Provision wird auf die Kurspreise berechnet, die in den Prospekten der Sprachschulen publiziert werden. Denn Agenturen wollen nicht teurer sein als die Sprachschule; in den Katalogen der Agenturen finden Sie Begriffe wie Faire Preise, Originalpreise mit Garantie oder Direktpreise, ohne dem Kunden den Namen der Sprachschule zu nennen. Sonst könnte er ja vergleichen… Der direkte Kontakt mit der Sprachschule kann erhebliche Preisreduktionen bringen.
Fairer Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Ist 50:50 ist bei Sprachreisen nach der Definition gerecht?
Der Verbraucher ist gerne bereit höhere Preise für fair gehandelte Produkte zu bezahlen. Bei den Sprachreisen bezahlen die Kunden höhere Preise um höhere Provisionen zu garantieren. Dem Verbraucher und dem Dienstleister bleiben nur die höheren Preise. Am besten man geht zurück zum Ursprung der Begriffe. Faire Preise gibt es natürlich bei den Anbietern und nicht bei den Vermittlern, die ihre Kunden nur weiterreichen, wie der Verband der Sprachreiseagenturen seine Konkurrenten, die Vermittler, so nett beschreibt. Originalpreise gibt es beim Original, der Sprachschule und Direktpreise gibt es direkt an der Sprachschule. So einfach ist es.
Geschrieben von Alexandru Sandbrand am 30.11.10 18:42 in Rubrik: Allgemein | 0 Kommentare | 0 TrackBacks


