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Bildungsurlaub in Deutschland

Arbeitnehmer in der BRD haben das Recht 5 Arbeitstage im Jahr an weiterbildenden Massnahmen teilzunehmen. Sprachkurse im Ausland gehören da auch zum Spektrum. Gerade durch die wachsende Diskussion um lebenslanges Lernen wird die Sprachreise als Bildungsurlaub auch wieder salonfähiger.

In Deutschland haben Arbeitnehmer das Recht jedes Jahr 5 Tage an Weiterbildungsmassnahmen teilzunehmen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet dem Angestellten für diese Art von Kursen zusätzlichen bezahlten Urlaub zu geben. Das können z.B. Kurse über Gesundheit, Kunst und Kultur, PC, Schreibtechnik, PR, Psychologie oder Sprachkurse sein. Der Anspruch von 2 Jahren darf zu einer 2-wöchigen Fortbildung zusammengelegt werden, so dass daraus auch eine schöne Sprachreise werden kann. Das Gesetz gilt in den meisten Bundesländern Deutschlands. Die Anforderungen der einzelnen Bundesländer bezüglich Anzahl der Wochenstunden, Kursinhalten etc variieren manchmal etwas.

Vor knapp 15 Jahren waren Sprachkurse, die in Deutschland als Bildungsurlaub anerkannt waren, eine gute Einnahmequelle für Sprachschulen weltweit. Es gab sogar Institute, die sich fast ausschliesslich über diese Art von Sprachkursen finanziert haben. Das ist schon lange vorbei: Damals hat keiner gefragt, warum der KFZ Mechaniker der Stadt Frankfurt einen Spanisch Sprachkurs an den karibischen Stränden von Mexiko, Kuba oder Costa Rica belegen muss; mit Extra Urlaub und Steuervergünstigungen. In der privaten Wirtschaft war das nicht ganz so einfach, aber im öffentlichen Bereich kein Problem. Das hat sich vor 15 Jahren deutlich verändert: der Berufstätige musste beim Kurs einen Bezug zum Job zeigen und in vielen Bereichen der freien Wirtschaft musste er zusätzlich abwägen, ob er durch die Teilnahme und den zusätzlichen Urlaub berufliche Nachteile erfährt.

Diese harte Sichtweise wird seit neuestem nicht mehr von allen Unternehmen getragen. Viele Firmen haben in den letzten Jahren entdeckt, dass motivierte Mitarbeiter produktiver sind und haben das Thema lebenslanges Lernen in die Firmenphilosophie integriert. Das heisst, aktive Bildungsinteressen der Mitarbeiter werden wieder mehr gefördert. Und die Firmen haben auch verstanden, dass der Kurs nicht in direktem Bezug zum Job stehen muss, sondern das allgemeine Interesse an Weiterbildung gefördert werden sollte. Was weiterhin als negativ angesehen wird, ist der der Verdacht sich zwei Wochen zusätzlichen Urlaub auf Firmen- und Steuerkosten zu verschaffen: Lebenslanges Lernen Ja, Extra-Urlaub nein. Der Gedanke des Lebenslangen Lernens kann durchaus auch weit gefasst werden. Es gibt dafür kein Patentrezeptrezept, man beachte die aktuellen gesellschaftlichen Strömungen.

Geschrieben von Alexandru Sandbrand am 11.06.10 13:08 in Rubrik: Allgemein | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

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