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Achtung! Stiftung Warentest

Nachdem die Stiftung Warentest ihr Heft zum Thema Sprachen Lernen weiterhin durch Pressemitteilungen bewirbt und ganz vernünftige Internetseiten wie Spiegel Online bzw www.manager-magazin.de diese angeblichen Tests ungeprüft veröffentlichen, warnen wir davor, es als Orientierung für eine anstehende Sprachreise zu verwenden.. Es ist kein vernünftiger Testaufbau vorhanden.

Man beruft sich ausschliesslich auf die DIN Norm 14804 – Sprachreisen das ist Norm in Europa, die auf Initiative und mit fast € 50.000 Unterstützung des Fachverbandes der deutschen Sprachreiseagenturen entstanden ist. Dafür durften die Geschäftsführer der grössten Sprachreiseagenturen diese Norm schreiben. Das war die Legitimierung, die die Macher der Norm mitbrachten: ein grosser Batzen Geld. Bei den Beteiligten von DIN sieht es mit der Legitimierung ähnlich aus: Juristen oder Maschinenschlosser.

Deswegen wundert es nicht, dass die Norm in Fachkreisen, wie hier schon mehrfach beschrieben, als Witz angesehen wird. Trotzdem basieren die Tests auf dieser Norm. Und das Beste: Getestet werden fast nur Agenturen, deren Geschäftsführer die Norm geschrieben haben. Ein Dankeschön vom Verbraucherschutz für die knapp € 50.000. Kaum zu glauben, dass keine einzige Sprachschule vorkommt. Dieses Heft hat nur den Sinn Sprachreiseagenturen zu bewerben, Arbeitsplätze bei der Stiftung Warentest und lukrative Nebenjobs von angeblichen Verbraucherschützern zu sichern. Das ist doch immer so, höre ich den Leser sagen. Ja, aber der deutsche Steuerzahler unterstützt den Verbraucherschutz mit fast 100 Millionen Euros pro Jahr und erwartet als Gegenleistung Unabhängigkeit, keine Klüngeleien, keine Mauscheleien. Bei allem Respekt vor anderen Leistungen der Stiftung Warentest, dieses Heft sollte eingestampft werden. Die Konstellationen, die diese Mauscheleien ermöglichen, gehören überdacht. Für die DIN Norm 14804 gilt dasselbe. Schön wäre es auch, wenn Online- Magazine diese Pressemitteilungen nicht unreflektiert übernehmen würden.

Geschrieben von Alexandru Sandbrand am 17.02.08 14:31 in Rubrik: Allgemein | 4 Kommentare | 0 TrackBacks

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Bisherige Kommentare (4)

1 | M. Lange schreibt am 20.02.08 10:12:

Ich habe mir das Heft gekauft und muss sagen, dass der Informationsgehalt nicht besonders hoch ist, eine Entscheidung für eine Sprachagentur hat es jedenfalls nicht herbeigeführt. Und an dieser Stelle liegt auch meine Kritik an dem oben geschriebenen Artikel, die Sprachagenturen kommen nämlich in dem Test meiner Meinung nach nicht besonders gut weg. Aus diesem Grund kann ich den Vorwurf der Mauscheleien nicht bestätigt sehen. Ich werde mich jedenfalls an keine der getesteten Agenturen wenden, da ich für die Menge Geld, die man für einen mehrwöchigen Sprachkurs ausgibt, mehr als ein gerade noch gut oder befriedigend erwarte.

Der Vorwurf, dass keine Sprachschulen direkt getestet wurden, kann ich allerdings nachvollziehen, dies hätte eine Auswahl einer geeigneten Schule wirklich erleichtert. Auch die wenigen getesteten Agenturen stehen in keinem Verhältnis zu der Fülle an Angeboten.

2 | Alexandru Sandbrand schreibt am 20.02.08 11:54:

Hallo!

Versuchen Sie es doch bitte ein wenig globaler zu sehen: Die Tests der Sprachreisen basieren auf der DIN Norm 14804, die von den Geschäftsführern der grossen Sprachreiseagenturen mitfinanziert, verfasst und hier schon mehrfach als verbraucherfeindlich beschrieben worden ist. Ein paar Monate später kommt das Test- Heft Sprachreisen und es werden fast nur Agenturen getestet, deren Geschäftsführer diese Norm geschrieben haben, keine einzige Sprachschule. Finden Sie das korrekt? Wir sprechen vom deutschen Verbraucherschutz, der vom deutschen Steuerzahler mit viel Geld unterstützt wird. Als Gegenleistung wird Unabhängigkeit erwartet.

Im Übrigen werben die Agenturen schon offensiv mit den Testergebnissen. Man schiebt sich halt die Bälle zu.

3 | alex schreibt am 24.02.08 19:32:

Warum eine Agentur nutzen, wenn man direkt in der Schule buchen kann?

Stiftung Warentest fällt auch bei anderen Testergebnissen mit seltsamen Urteilen auf.
i.d.F. Elektronik, IT Technik

Der Verdacht der bezahlten Berichtserstattung steht in Deutschland schon länger im Raum.
Nicht umsonst rennen denen die Abonenten weg..

4 | Benedikt schreibt am 08.04.09 15:39:

Das man hier von einer bezahlten Berichtserstattung spricht, kann ich mir nicht vorstellen. Gut, nicht jeder stimmt der Meinung von Stiftung Warentest zu, aber deswegen kann man doch noch nicht von einer bezahlen Berichtserstattung sprechen.

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