Sprachreise am PC
Nach der Stiftung Warentest hat auch das Computermagazin CT in Heft 22 vom 15.10.2007 die gängigen Sprachkurse am PC einem Vergleich unterzogen. Dabei hat sich CT deutlich mehr Mühe gegeben als die Stiftung Warentest. Der Artikel geht über 8 Seiten, man hat sich mehr mit der Materie beschäftigt und sogar einen Artikel über Vokabeltrainer eingebaut. Die Ergebnisse wurden in einer Tabelle zusammengefasst, die aber genau wie bei der Stiftung Warentest dem Interessierten nicht viel sagen.
Auch wenn diese Tabelle mit viel gutem Willen angesehen wird, ist es schwierig Schlüsse aus ihr zu ziehen. Das alles passt zu dem, was man über die gerade entstehende DIN Norm Neue Standards für E- Learning liest. Es macht dem Verbraucher nicht viel Hoffnung.
Ich würde mir vor dem Vergleich eine Abhandlung darüber wünschen, welche Lernerfolge Otto Normalverbraucher beim Fremdsprachenlernen am PC überhaupt erzielen kann. Wie kann ich meine z.B. Englisch Sprachkenntnisse am PC verbessern ohne EDV- Spezialist oder Sprachwissenschaftler zu sein, ohne eine Zusatzausbildung im Fremdsprachenunterricht zu haben. Wie wichtig ist die Spracherkennung? Oder ist dieser Punkt nur für die plakative Werbung nützlich? Welche Mischformen gibt es? Was bringt Tutoring? Eine Studie darüber, welche Fortschritte ein ganz normaler Verbraucher bei der Sprachreise am PC erzielen kann. Die erfolgten Tests beginnen bei den Vorgaben der Hersteller, nicht bei der Realität der Benutzer. Leider!
Bei den fachlichen, didaktischen und methodischen Analysen würde man sich mehr Tiefgang wünschen und auch mehr Usuability- Tests. Die Definitionen der Fachbegriffe wie z.B. Sprachlernkonzepte oder TOEFL sind weder schlüssig noch wissenschaftlich und bringen den Verbraucher nicht weiter. Vielleicht sollte man sich die richtigen Fachleute für diese Tests holen. Ich denke, wenn CT Grafikkarten vergleicht, sucht sich die Redaktion Hardware- Experten, die diese Vergleiche durchführen. Allmählich hätte es der Verbraucher verdient, vernünftige Tests für virtuelle Sprachkurse zu bekommen, da in die Entwicklung, Verbreitung und auch in die Werbung für diese Sprachlernprogramme eine Menge Geld fliesst.
Geschrieben von Alexandru Sandbrand am 15.11.07 19:30 in Rubrik: Allgemein | 0 Kommentare | 0 TrackBacks


